14. Österreich-Tag - Behinderung und Migration
16. September 2010, Wiener Rathaus
Kulturelle Aspekte bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung
Johanna Ribar-Pichler, Mobile Kinderkrankenschwester, MOKI Wien
MOBILE KINDERKRANKENPFLEGE
Verein MOKI
- 1999 gegründet
- Wien, NÖ, OÖ, Burgenland, Kärnten
- September 2004 - Verein MOKI- Wien
MOKI Wien
- 49 freiberufliche DKKS
- 114 - 159 Kinder / Monat
- ~ 1300 - 2250 Std. / Monat
- Juli 2010
- Fördervertrag mit FSW
- Finanzierung durch
- Krankenkassen
- FSW- Fond Soziales Wien
- Spenden
TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE
- Frühgeborenennachbetreuung
- chronisch kranke Kinder und Jugendliche
- nach chirurgischen Eingriffen
- Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen
- beatmete Kinder und Jugendliche
- Palliative Pflege
MÖGLICHKEITEN DER BETREUUNG
- medizinische Hauskrankenpflege
- Langzeithauskrankenpflege/Entlastungspflege
ZUWEISER
- Wiener Kinderspitäler, Kinderabteilungen
- Niedergelassene (Kinder) Ärzte
- Eltern
- Jugendamt, Krisenzentrum
2010
- Bisher 233 Kinder -
- davon 34 Kinder mit Behinderung
- Deutsch als Muttersprache: ~ 60%
- Türkisch als Muttersprache: ~ 10 %
Kulturelle Aspekte in der Hauskrankenpflege 1
- Pflegende ist bei Familie zu Gast
- Gastfreundschaft
- Kulturelle Eigenheiten sind lebbar
- Sprache stellt manchmal eine geringere Barriere dar
- Kulturelle Eigenheiten/Besonderheiten werden für uns Pflegende verständlicher, da sie erlebt werden
- Familiensysteme müssen beachtet werden
FAMILIENSYSTEME
- Kern- oder Kleinfamilie
- Mehrgenerationenfamilie
- Sippe
- Produktionsfamilie
- Pflege/Wahl/Adoptivfamilie
- Einelternfamilie
- Stief/Patchworkfamilie
PROBLEME DER FAMILIEN
- Sprachbarriere
- Fehlende Informationen
- Pflegegeld/erhöhte Familienbeihilfe/Amtswege
- Beschaffung von Hilfsmitteln,…
- Fehlen der Großfamilie
SPRACHBARRIERE
- Ca. 2/3 der betreuten Familien haben nicht Deutsch als Muttersprache
- Familienmitglieder als Dolmetsch
- Frauen sprechen oft kaum Deutsch, übernehmen aber einen Hauptteil der Betreuung
- Analphabetismus
FEHLENDE INFORMATIONEN
- Eltern trauen sich manchmal nicht, den Arzt zu fragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben
- Vernetzung über Internetforen,… wird weniger genutzt
PFLEGEGELD/ERHÖHTE FAMILIENBEIHILFE
- Beschaffung der notwendigen Papiere manchmal schwierig
- Bei Nichtstaatsbürgern dauert es noch länger, bis Bescheid da ist
- Formulare sind nur auf Deutsch vorhanden
- Familien stellen weniger Anträge
RESSOURCEN DER FAMILIEN
- Gute Vernetzung innerhalb der Community
- Die ganze Familie hilft bei der Betreuung des Kindes mit (Cousinen, Tanten, Oma…)
- Behinderung wird als Bereicherung gesehen
KONTAKT
DKKS Johanna Ribar-Pichler
0699 16677704
j.ribar-pichler@wien.moki.at
www.moki.at