14. Österreich-Tag - Behinderung und Migration
16. September 2010, Wiener Rathaus
Publikation der Vorträge

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Vorwort
Dr. Michael Häupl, Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien

Eröffnungsvortrag
Dr. Wolfgang Petritsch, österreichischer Botschafter bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

Barrierefreiheit für alle Menschen - sprachliche, bauliche und berufliche Integration
Karin Praniess-Kastner, Gemeinderätin, ÖVP Abgeordnete

Behinderung und Migration - Zugang zu Bildung und Arbeit
Herbert Fritz, AMS

Behinderung als Barriere für Integration
Mag. Werner Grünstäudl, BBRZ

Behinderung mit Migrationshintergrund - Erfahrungen aus der Vollziehung
Dr. Günther Schuster, Leiter des Bundessozialamtes

Mangelnde Ressourcen im Asylbereich
Andrea Eraslan-Weninger, Integrationshaus

Leben wie andere auch - Diversity mit dem Schwerpunkt Migration und Behinderung
DSA Sabine Prettenhofer, Lebenshilfe Graz, EU-Projektkoordination

Berufliche Selbstständigkeit mit Migrationshintergrund und Behinderung
DSA Peter Wöber/Mag.Elena Missethon, Gründerinnenzentrum für Menschen mit Handicaps

* folgt * Kulturelle Unterschiede der Kommunikation über Behinderung und Krankheit
Dr. Georg Fraberger, Ordinationszentrum in der Privatklinik Döbling

Kulturelle Aspekte bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung
Johanna Ribar-Pichler, Mobile Kinderkrankenschwester, MOKI Wien

Barrieren und Chancen der Partizipation von Eltern behinderter Kinder in der Schulgemeinschaft
Andreas Ehlers, Vorsitzender der Elternvereine öffentlicher Pflichtschulen

Emigration und Behinderung aus islamischer Sicht
Dr. Mohammed Attassi, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie

Migranten mit Behinderung, gestern und heute
Dr. Turgay Taskiran, Präsident der UETD, Arzt f. Allgemeinmedizin

zum Österreich-Tag

14. Österreich-Tag - Behinderung und Migration
16. September 2010, Wiener Rathaus


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Kulturelle Aspekte bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung
Johanna Ribar-Pichler, Mobile Kinderkrankenschwester, MOKI Wien

MOBILE KINDERKRANKENPFLEGE
Verein MOKI

  • 1999 gegründet
  • Wien, NÖ, OÖ, Burgenland, Kärnten
  • September 2004 - Verein MOKI- Wien                      

MOKI Wien

  • 49 freiberufliche DKKS
  • 114 - 159 Kinder / Monat
  • ~ 1300 - 2250 Std. / Monat
  • Juli 2010
    • Fördervertrag mit FSW
  • Finanzierung durch
    • Krankenkassen
    • FSW- Fond Soziales Wien
    • Spenden

TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE

  • Frühgeborenennachbetreuung
  • chronisch kranke Kinder und Jugendliche
  • nach chirurgischen Eingriffen
  • Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen
  • beatmete Kinder und Jugendliche
  • Palliative Pflege

MÖGLICHKEITEN DER BETREUUNG

  • medizinische Hauskrankenpflege
  • Langzeithauskrankenpflege/Entlastungspflege

ZUWEISER

  • Wiener Kinderspitäler, Kinderabteilungen
  • Niedergelassene (Kinder) Ärzte
  • Eltern
  • Jugendamt, Krisenzentrum

2010

  • Bisher 233 Kinder -
    • davon 34 Kinder mit Behinderung
    • Deutsch als Muttersprache: ~ 60%
    • Türkisch als Muttersprache: ~ 10 %

Kulturelle Aspekte in der Hauskrankenpflege 1

  • Pflegende ist bei Familie zu Gast
  • Gastfreundschaft
  • Kulturelle Eigenheiten sind lebbar
  • Sprache stellt manchmal eine geringere Barriere dar
  • Kulturelle Eigenheiten/Besonderheiten werden für uns Pflegende verständlicher, da sie erlebt werden
  • Familiensysteme müssen beachtet werden

FAMILIENSYSTEME

  • Kern- oder Kleinfamilie
  • Mehrgenerationenfamilie
  • Sippe
  • Produktionsfamilie
  • Pflege/Wahl/Adoptivfamilie
  • Einelternfamilie
  • Stief/Patchworkfamilie

PROBLEME DER FAMILIEN

  • Sprachbarriere
  • Fehlende Informationen
  • Pflegegeld/erhöhte Familienbeihilfe/Amtswege
  • Beschaffung von Hilfsmitteln,…
  • Fehlen der Großfamilie

SPRACHBARRIERE

  • Ca. 2/3 der betreuten Familien haben nicht Deutsch als Muttersprache
  • Familienmitglieder als Dolmetsch
  • Frauen sprechen oft kaum Deutsch, übernehmen aber einen Hauptteil der Betreuung
  • Analphabetismus

FEHLENDE INFORMATIONEN

  • Eltern trauen sich manchmal nicht, den Arzt zu fragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben
  • Vernetzung über Internetforen,… wird weniger genutzt

PFLEGEGELD/ERHÖHTE FAMILIENBEIHILFE

  • Beschaffung der notwendigen Papiere manchmal schwierig
  • Bei Nichtstaatsbürgern dauert es noch länger, bis Bescheid da ist
  • Formulare sind nur auf Deutsch vorhanden
  • Familien stellen weniger Anträge

RESSOURCEN DER FAMILIEN

  • Gute Vernetzung innerhalb der Community
  • Die ganze Familie hilft bei der Betreuung des Kindes mit (Cousinen, Tanten, Oma…)
  • Behinderung wird als Bereicherung gesehen

KONTAKT
DKKS Johanna Ribar-Pichler
0699 16677704
j.ribar-pichler@wien.moki.at
www.moki.at